Station-7: Vom Betsaal zum Erinnerungsort – Ehemalige Synagoge und jüdische Schule

Geschichte

Die Geschichte der jüdischen Gemeinde reicht zurück bis in das 16. Jahrhundert. Doch erst ab der Mitte des 18. Jahrhunderts gab es auch eine Synagoge, die 1790 umgebaut und 1842 durch einen Neubau ersetzt wurde. Eine Türe führte direkt in den Betsaal, eine zweite in die Lehrerwohnung mit dem Unterrichtsraum für die jüdischen Kinder sowie über eine Treppe zur Frauenempore.

1901 wurde direkt neben der Synagoge ein neues Schulhaus fertiggestellt, das den Anforderungen der wachsenden jüdischen Gemeinde entsprach.

Zerstörung und Wiederherstellung der Synagoge

In der Pogromnacht vom 10. November 1938 verwüsteten gewalttätige Nationalsozialisten die Synagoge und das jüdische Schulhaus. Nach dem 1939 erzwungenen Verkauf der beiden Gebäude wurde die Synagoge zeitweise als Feuerwehrgarage genutzt und im Schulhaus zog nach dem Zweiten Weltkrieg die Landpolizei ein.

Am 13. März 1987 beschloss der Kreistag die Umgestaltung der Synagoge zu einer Kreis-gedenkstätte. Bei den Renovierungsarbeiten wurde im Juni 1988 eine Genisa auf dem Dachboden entdeckt. Am 16. Oktober 1988 fand 50 Jahre nach dem November-progrom die feierliche Eröffnung der nun als Kreisgedenkstätte wiedererstanden-en ehemaligen Synagoge statt.

Karte